Feb 27 2011

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karlhinkel

Glück Erfolg Fokus Geld – erst zielen

Abgelegt 13:03 unter Parabeln

Erfolgreich Fokus Geld Verdienen Glück

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Es gibt da eine uralte Geschichte, die ich gerne erzählen möchte, weil sie nach einmaligem Durchlesen unvergeßlich ist. Die Quelle ist zum Schluss angegeben, auch der obligatorische Link zur Photoquelle.

Ein Schütze führte auf dem Marktplatz regelmäßig seine Show vor. Es war ein ansehnlicher junger Mann, den alle für unglaublich talentiert hielten, weil er etwas konnte, was sonst niemand konnte. Und es war tatsächlich unfassbar, was er zeigte. Ein Touristenmagnet sonder gleichen. Das mußte man gesehen haben.

In einer Entfernung von über 50 Metern stand eine Zielscheibe mit einem schwarzen Punkt in der Mitte. Unser Schütze brachte sich in Position. Er hob seine Armbrust, stellte die Beine hintereinander, zielte. Alle waren sehr gepannt. Gespannt wie der Ziegendarm auf dem Bogen. Mit seiner linken Hand zog der jungedliche Schütze einen Pfeil aus seinem Köcher, den er stets auf dem Rücken trug.

Den Pfeil hielt er in die Höhe.  So wollte er demonstrieren, dass es ein ganz normaler Pfeil war. Keine Zweifel wollte er aufkommen lassen, dass es sein Können ist, welches den Pfeil ins Ziel bringen wird. Dann zupfte er ein paarmal am gespannten Ziegendarm. Dies sollte den Show-Effekt erhöhen, aber auch Vertrauen schaffen. Ein ganz normaler Pfeil, ein ganz normaler Bogen.  So, wie ihn jeder kaufen kann.

Dann schoss er seinen ersten Pfeil ab. Mitten ins Schwarze. Das kann nicht jeder. Alle klatschten. “Übung! Reine Übung!”, rief ein Fremder von der hintersten Reihe. Doch der Schütze fuhr fort. Er zog einen zweiten Pfeil aus dem Köcher, hielt ihn vor sein Gesicht, starrte darauf, als würde er ihn magisch beschwören. Dann schoß er. Der Pfeil traf nicht nur ins Schwarze, er spaltete den ersten Pfeil in der Mitte!

Ah, rief die Menge und sie zollte wieder Beifall. Als das Raunen verstummte, rief der eigentümliche Fremde, der kaum geklatscht hatte: “Übung, nichts als Übung!” Jetzt wurde unser Schütze schon unruhiger durch den Zwischenrufer und drehte sich um, konnte aber den Rufer noch nicht ausmachen. Die Leute wollten was sehen für ihr Geld. Ein Junge, gerade 15, war beauftragt, die beiden Pfeile aus dem Ziel zu ziehen, bekam dafür einen Obulus.

Der talentierte Schütze machte einen zweiten Durchlauf. Erster Pfeil mitten ins Ziel. Zweiter Pfeil mitten durch den ersten, der so gespalten war. Unglaubliches Raunen in der Masse. Der Junge holte die Pfeile. Der Schütze legte seinen Bogen zur Seite und hielt die beiden Hälften des ersten Pfeiles triumpfierend zum Himmel hoch. “Übung, reine Übungssache, nichts als Übung!” Das rief der Fremde in der letzten Reihe abermals.

Der unheimliche, bestaunte Schütze bindet seinen Lohn in einem Tuch zusammen, steckt ihn ein. Dann packt er Pfeile und Bogen und geht schnurstracks zu dem Zwischenrufer hin. Dort fragt er aufgeregt: “Wie kommen Sie dazu, das zu sagen? Was machen Sie überhaupt?” Der alte Mann zeigte ihm seinen Tonkrug, “Ich bin ein Ölhändler, bringe den Leuten täglich frisches Öl. Ansonsten habe ich viel Zeit.”, sagte er ruhig. “Na und, meinte der Schütze, was ist das schon, Ölhändler – und Zeit für was?” “Zum üben!” bekam er zur Antwort.

Und der betagte Ölhändler griff mit der einen Hand seinen vollen Ölkrug, mit der anderen eine Münze. Die Münze hatte in der Mitte ein kleines Loch. Nun hob der Händler seinen Krug weit nach oben goß das Öl in einem dünnen Strahl durch die Münze, die er mit der linken Hand über ein Gefäß hielt, welches auf dem Boden stand. Vom Krug zur Münze war es ein Meter, von der Münze zum Bodengefäße ein weiterer Meter. Kein Tropfen ging daneben. Die Münze wurde in keiner Weise vom Öl benetzt. Alles ÖL ging in gleichmäßigem Strahl durch das Loch, traf haargenau das kleine Gefäß, wo hinein es abgefüllt wurde.

Nun staunte unser Profischütze nicht schlecht. “Reine Übung!”, sagte der Händler. “Du hast Recht, ich danke dir!”, antwortete der Schütze.

`Üben Sie stetig Frieden, und Sie werden ein fiedvoller Mensch. Üben Sie Ruhe, Gelassenheit, Konzentration… und Sie werden gut darin.´ so steht es beim Autor der Geschichte, Prem Rawat, dessen Scripte auf der Seite von Word of Peace Global – also wopg.org – ich alle sorgsam ausgedruckt habe, dann zum Copyshop brachte, um sie binden zu lassen. Es ist eines der besonderen Bücher, die ich seit langer Zeit genießen durfte. Immer wieder lese ich darin und finde jede Seite sehr schön. Sie finden dort viele solcher Geschichten. Hier habe ich eine davon frei nacherzählt.

Den Link für die Abbildung möchte ich noch bringen:

http://photoopia.com/suche/schuetze.html

Der Bildautor hat für dieses Archiv viele feine Sachen gemacht, wofür ich gerne danken möchte.

P.S.: kurze Empfehlung noch – die Forschung sagt, dass man neue Verhaltensweisen 21 Tage lang üben sollte. Legen Sie sich also einfach eine Checkliste mit 21 Feldern an und kontrollieren Sie etwas die Übungen. Wie gesagt: “Alles nur Übung!”

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2 Kommentare

2 Kommentare to “Glück Erfolg Fokus Geld – erst zielen”

  1. Nathanaelam 27. Februar 2011 um 13:33 1

    Hallo Karl,
    ich danke Dir für diesen Artikel und diese Geschichte. Sie wird wohl wirklich für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Wie war: “Alles nur Übung!”
    LG Nathanael

  2. Karlam 27. Februar 2011 um 16:08 2

    Nun, Nathanael,
    üben wir uns in durchgängigem Respekt gegenüber allem Leben. Üben wir uns in Achtung vor allen anderen und üben wir uns in Angstfreiheit; denn von allem anderen gibt es ja genug – zu viel Angst, Einschüchterung, Unsicherheit, Respektlosigkeit und Hilflosigkeit. Einen schönen Gruß ins Alpenland. Karl

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