Archiv für die Kategorie 'Co-Abhängigkeit'

Jun 18 2010

Profile Image of karlhinkel
karlhinkel

Ich kann auch anders

Abgelegt unter Co-Abhängigkeit

Ich kann auch anders

Bildquelle: photoopia

“How To – Corner” stand auf einem großen Schild, das an der Decke hing und ein Pfeil dorthin: Hier lang! Das war in Chicago und Frisco so. “How to live your life”, “How to become this and that”, “How to do things different”…
Für das Buch, welches ich hier vorstellen möchte, brauchte ich mich nicht in die How To – Ecke eines Bücherladens begeben, es ist bei Amazon erhältlich. 180 Seiten, 250 Gramm, zehn Kapitel im Zentrum: Habe ich dieses Problem? Und wie kann ich es überwinden?
Der Autor des Buches, Roland Kopp-Wichmann, ist Psychologe, Coach, Erfolgsblogger und Online-Therapeut. So gibt es auch zu diesem Buch “Ich kann auch anders” (Untertitel: Psychofallen im Beruf erkennen) ein eigenes Blog.
Als Ingenieur fällt mir seit Jahrzehnten auf, dass wir im rein technischen Bereich viele Probleme bis zur Perfektion lösen. Psycho-sozial ist das nicht so. Aber bald alle wollen die anderen beraten, Dinge zu ändern. Die eigenen zentralen Probleme bleiben über lange Zeit unberührt, verstärken sich meistens.
In unserer technischen Entwicklung setzen wir seit langem ganz selbstverständlich Systeme der Dynamischen Projektentwicklung und des Reengineerings ein. Da heißt es fast täglich: `wir können ja auch mal anders´, und schon wird neu kombiniert. Im Internet-Marketing ist das ständige Redesign an der Tagesordnung. Brauchen wir so etwas für unser Verhaltensrepertoir nicht auch? `Ich kann auch anders´ – im Umgang mit anderen – und mit mir selbst. Das vorliegende Buch ermöglicht solch eine Dynamische Selbstentwicklung. [allerdings geschieht das nicht durch mal durchlesen... - wir werden sehn]

Jeder hat das schon mal zu hören bekommen, das Kind als Drohung, wenn die Geduld Erwachsener strapaziert war, oder selbst als Stoßseufzer gen Himmel gerichtet: “Ich kann auch anders!” Das sollte Entschlossenheit ausdrücken, als man der Verzweiflung nahe war. Dem Fass war sprichwörtlich der Boden raus gehauen und es begann überzulaufen. Und dann merkte man immer wieder, wie wenig man wirklich “anders kann”.
Dieses “Ich kann auch anders” ist hier Buchtitel. Bewusst so gewählt, weil jeder diese dramatischen Aufgeregtheiten von Oma, Opa, Mama, Papa, Freunden, Fremden oder Kollegen sowie von sich selber kennt. Aber es ist schwer. Änderungen sind schwer.
Wie schwer alles sein kann, merkte ich bereits beim ersten Experiment. Man hat die Wahl. Entweder für eine Minute auf einen Stuhl steigen oder für eine Minute die Ohren zuhalten. Aber wie prüft man die Zeit, wenn die Armbanduhr am Handgelenk ist?
Lesen, wissen und verstehen alleine reicht nicht. Ich muss zur Veränderung fähig sein, um zu besseren Ergebnissen und mehr Lebensqualität – und darum geht es – zu kommen (S. 18).
Viel Raum nimmt die Selbstanalyse der prägenden Kindheit ein, die ja viel vom Erwachsenenleben bestimmt. Frage: Warum bin ich, wie ich bin? Und kann ich auch anders? Dann die Gretchenfrage: Habe ich Alternativen? Und kann ich diese realisieren? (25) Habe ich überhaupt die Wahl oder ist die mitgeschleppte Prägung stärker?
Spannend ist der folgende Gedanke, den der Autor erläutert. Danach leuchtet jedem die Macht der gespeicherten Programme aus der Kindheit ein: Die Entwicklung in der totalen Abhängigkeit als Kind erforderte (Über-) Lebensstrategien gegenüber der Familie, den Geschwistern, der weiteren Umwelt. Aussuchen konnte man sich die Umgebung ja nicht.
Später werden diese Kinderstrategien wieder und wieder angewendet, auch wenn sie weder notwendig sind, noch funktionieren. Im Gegenteil. Sie stoßen auf Widerstand, erzeugen neue Probleme. (31) Der Autor drückt das so aus, dass wir eine alte Landkarte benutzen in einer veränderten Welt. Wir brauchen eine neue.
Abwehrreaktionen, Ängste, innere Antreiber, unbewusste Botschaften und Programme, das alles ist in der alten Landkarte verzeichnet. Wie soll das weiterhelfen, wo doch neue kooperative, erwachsene Strategien benötigt werden?
Um mein Problem zu lösen, muss ich es erkennen. Also bietet das Buch nun mehrseitige Tests. Danach kann ich mich als Leser einordnen. Spätestens jetzt ist festzustellen, dass es sich hier um ein Arbeitsbuch handelt. Geboten wird ein vierteiliger Werkzeugkasten. (52) Neben spannenden Experimenten, einem Logbuch und Übungen zur Achtsamkeit bietet der Kasten immer eine überschaubare Liste mit hilfreichen Sätzen. Das alles führt tatsächlich weiter. Denn Wissen alleine reicht ja nicht, wir erinnern uns, wir müssen zur Tat übergehen. Analysieren, Experimentieren, Üben, Ausprobieren…
Und so gewinnen wir über die reine Absicht hinaus, etwas ändern zu wollen, Zuversicht und Gewissheit, dass es auch tatsächlich geht. Leicht ist es immer noch nicht. Das ist dem Autor aus seiner Praxis heraus klar. Immer wieder weist er auf den Unterschied von Theorie und Wissen auf der einen Seite und Praxis, Anwendung und erfolgreiche Umsetzung andererseits hin.
Spannend finde ich persönlich, wie erklärt wird, dass es eigentlich keinen Stress gibt. Das schafft der Autor darüber, dass er auch erläutert, was Realität eigentlich ist. (Mir fällt das Verstehen dieses bedeutsamen Punktes leicht über die Quantenphysik, wo es auch weder Stress, noch die deformierten Filter gibt, die unsere Bedeutungen prägen, welche wir der Realität beimessen.) All das kennt der Buchautor auch. Nun sagen wir mal einem Betroffenen, der sich in einer Situation auf Grund seiner unbewussten Kindheitsprägung unangemessen aufregt, dass es das gar nicht gibt, dass alles ganz anders ist, dass seine Deutung unangemessen ist, dass er seine Interpretation überdenken soll.
Und gerade darum geht es mir. Deshalb empfehle ich dieses Buch. Das ist der besondere Wert des Buches. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen für die Schwere der Problematik, die Schwierigkeiten und Hürden, die vor den Änderungen liegen, bietet er uns hier ein Programm für “ich kann auch anders”.
Über die schier unaussprechliche Unansprechbarkeit vieler Zeitgenossen habe ich mich oft gewundert, erregt, geärgert. “Warum lösen die ihre Probleme nicht?” “Warum immer mehr vom Schlechten?” Nun, es sind die Bilder der Vergangenheit, die dann die Realität prägen, die alles überschatten. Es ist meist die völlige Abhängigkeit von den Bildern im Kopf. Ein Fotoalbum random access.
Neben Herz- und Hirn- erfrischenden Zitaten wie “Kommen Sie mir nicht mit Tatsachen. Ich habe mir meine Meinung schon gebildet”, sagte der Vorstandsvorsitzende, sind die angeführten Beispiele allesamt aus der Praxis des Autors als Coach und Psychotherapeut. Diese kann jeder nachvollziehen.
Das gleiche gilt für die Übungen. Einige klingen ungewöhnlich. Vielleicht aber auch nicht. Es geht hier sachlich zur Sache. Beispielsweise beim aktiven Angstmanagement. Hier werden Kontaktsituationen trainiert. Das kann jeder. (Das kleine Fünkchen Mut, überhaupt etwas zu tun, nimmt uns auch Kopp-Wichmann nicht ab.)  Aber es lohnt sich. Weniger Stress, mehr Lebensqualität, spannendes neues Erleben. (78)
Sehr interessant sind immer die tiefenpsychologischen Erläuterungen. Z.B. werden Begriffe wie Bedürfnisse und Wünsche verständlich erklärt. (84/85) Dazugesagt: Im Alter von 56 Jahren habe ich selbst natürlich schon viele Bücher gelesen. Hier schätze ich, dass dieses Sachbuch nicht so überladen ist. Der Kern der Sache wird nicht durch überfrachtete Texte verdeckt. Was sind die Hauptthemen neben einer grundsätzlichen 60-seitigen Einführung?  Zehn sog. Psychofallen werden beackert:
Zerrieben zwischen Beruf und Familie / Angst vor Konkurrenz und Ablehnung / Nicht-Nein-Sagen-Können / Perfektionismus / Stress-Stress-Stress / Lustlosigkeit und Motivation / Probleme mit dem Chef / Konfliktangst / Anerkennungs- Sucht / Ich bin Rationalist – wie freunde ich mich mit meinen Gefühlen an?
Diese Themen werden mit Hilfe des Werkzeugkastens, Innere Achtsamkeit (Selbstanalyse), Hilfreiche Sätze, Experimente und das persönliche Logbuch des Lesers bearbeitet. Mir persönlich geht es so, dass sich nach dem Lesen, Experimentieren und Einüben die eigentlichen Knackpunkte stets zurückmelden: Was ist eigentlich Realität? Wo nimmst du den Stress her? …

Hier versuche ich mal zum Schluss zu kommen.  Das Buch ist damit nicht umfassend beschrieben, die Arbeitsweise konnte auch nur angedeutet werden. Es ist eigentlich ein Arbeitsbuch, ein persönlicher Workshop. Dieses Buch empfehle ich:
- Managern, erfolgreichen wie gestrandeten
- Verkäufern, Anfängern und Profis
- Hausfrauen mit und ohne Job
- Paaren mit und ohne Kindern
- Rentnern, die die Fernbedienung beiseite legen
- Studenten jeder Fachrichtung
- Lehrern die starke Nerven brauchen
- allen, die an ihrem Selbstwertgefühl arbeiten möchten
und an Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind.

Der Autor führt zu diesem Buch ein eigenes Blog, wo Sie zusätzliche Infos und Podcasts für Übungen finden. Sie gelangen dort hin, wenn Sie auf diese Zeilen klicken.

Auf diesem Bog zum Buch finden Sie einige spannende interaktive Tests, weitere Infos, Presse, Podcasts …

Den Kauf des Buches als Arbeitsbuch möchte ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen.

Während des Studiums von “Ich kann auch anders” habe ich die späten Streichquartette von Beethoven gehört. Das passt sicher gut zum Thema, denn auch Beethoven musste sich für die stürmischen, intensiven Quartette häufig rechtfertigen. Als es ihm zu bunt wurde, sagte er zu seiner Assistentin Anna: “Ich kann auch anders!”, legte sich aufs Bett und diktierte ihr den dritten Satz vom Opus 132 Quartett in die Feder. (Sie kennen das sicher aus “Klang der Stille” mit Ed Harris in der Hauptrolle.) Op. 132 /3 war Beethovens “Heiliger Dankgesang” nach dem Genesen von einer Krankheit.
Hier in einem Apture-Fenster ein Auszug aus diesem Satz.

Darüber hinaus findet hier der Interessierte eine gute Einspielung des gesamten Quartetts

From MagischeMinerale.de, post Ich kann auch anders

Post Footer automatically generated by wp-posturl plugin for wordpress.

Weiter empfehlen / Bookmarken: These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • MisterWong
  • Facebook
  • Y!GG
  • Webnews
  • Wikio DE
  • Oneview
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • seekXL
  • Linkarena
  • Reddit

Post to Twitter http://twitter.com

Keine Kommentare

Feb 21 2010

Profile Image of karlhinkel
karlhinkel

Verstrickt in die Probleme anderer

Abgelegt unter Co-Abhängigkeit

“Verstrickt in die Probleme anderer” P.Mellody

ProblArtikel

“Wenn wir das Leben anderer wichtiger nehmen als unser eigenes, wenn wir uns um andere kümmern und uns selbst dabei vernachlässigen, so dass wir unter körperlichen und seelischen Störungen leiden, dann wird das heute als Co-Abhängigkeit bezeichnet. Die Autorin zeigt, wo die Ursachen für Co-Abhängigkeit zu suchen sind und wie wir anfangen können, uns aus dieser Verstrickung zu befreien.” So sagt es der Buchrücken von “Verstrickt in die Probleme anderer” von Pia Mellody, die eine international anerkannte Spezialistin auf dem Gebiet der Co-Abhängigkeit ist.
Gestörtes Verhalten besteht z.B., wenn jemand meint, Achtung anderer nur durch “dienen” erlangen zu können und indem er sich um die “Probleme” anderer kümmert, oftmals oder auch meistens um außerhalb der Familie.

Über die Entstehung und Auswirkung von Co-Abhängigkeit. Kann man ihr entrinnen? Wie viel eigene Zeit kann ich gewinnen? Wie viel eigenes Leben gibt es noch? Hier die Fortsetzung des Artikels “Die Sucht gebraucht zu werden”.

Die Autorin Pia Mellody  leitet seit den 1980er Jahren ein Zentrum für die Therapie von Co-Abhängigen. Sie ist international anerkannte Spezialistin auf diesem Gebiet. Worum geht es in diesem Buch?:> “Wenn wir das Leben anderer wichtiger nehmen als unser eigenes, wenn wir uns um andere kümmern und uns selbst dabei vernachlässigen., so dass wir unter körperlichen und seelischen Störungen leiden, dann wird das heute als Co-Abhängigkeit bezeichnet. Die Autorin zeigt, wo die Ursachen für Co-Abhängigkeit zu suchen sind und wie wir anfangen können, uns aus dieser Verstrickung zu befreien.” So steht es auf dem Buchrücken. Das Buch umfasst 230 Seiten. Das Titelbild stellt die Collage eines Gesichtes dar, wobei die Augen durch ein blaues Feld hervorgehoben sind und der Mund durch ein rotes verdeckt ist. Die Stirne (hinter welcher ja der Verstand sitzt) ist abgerissen.

Mit einer einfachen, also für alle verständlichen, aber gleichsam machtvollen Sprache entwickelt die Autorin das Thema. Von Grund auf werden ausführlich der Reihe nah diese Punkte erarbeitet:
1. Die Symptome der Co-Abhängigkeit
Co-Abhängigkeit, was ist das?
Die fünf Kernsymptome der Co-Abhängigkeit
Wie die Symptome das Leben beeinträchtigen

2. Kindliche Eigenschaften
Ein Kind in einer nicht gestörten Familie
Ein Kind in einer gestörten Familie
Emotionale Schäden von Misshandlungen
Von Generation zu Generation

3. Die Wurzeln der Co-Abhängigkeit
Misshandlungen erkennen
Abwehrmechanismen
Körperliche Misshandlung
Sexuelle Misshandlung
Emotionale Misshandlung
Intellektuelle Misshandlung
Spirituelle Misshandlung

4. Der Weg zur Heilung
Persönliche Heilung

Co-Abhängigkeit als Krankheit

Im ersten Teil wird der ganze Umfang des Themas allgemein dargestellt. Der immense Umfang, den das Thema grundsätzlich hat, ist noch relativ überschaubar darzustellen, jedoch wird es anschließend immer intensiver, wenn der Leser seine eigene Betroffenheit erkennt und sieht, wie die Symptome der Co-Abhängigkeit sein Leben beeinträchtigt haben, wie sie ihm buchstäblich ständig “das Wasser abgegraben” und die Luft zum Atmen genommen haben. Wie die Mechanismen in gestörten Familien wirken, um zur Anfälligkeit für (spätere Co-Abhängigkeit(en) zu führen und wie demgegenüber eine ungestörte Familie aussieht, wo diese Gefahr nicht aufkommt, sind zentrales Thema im zweiten Teil des Buches.

In der Einleitung schon wird recht ausführlich dargestellt, wie es in aller Regel immer anfing mit der Co-Abhängigkeit. Welch wichtige Rolle spielen Mißhandlungen, Mißbrauch, Mißachtung und Traumatisierungen in der Kindheit für die Entstehung dieser massiven Krankheit? Wie wichtig ist es, dies in einer (späteren) Therapie, die der Befreiung dient, zu berücksichtigen?

In der ersten Hälfte dieses orangefarbenen Paperbacks spielen die folgenden Punkte eine ganz zentrale Rolle:
- Selbstachtung, was ist das? Wie funktioniert sie?
- Wie wirken sich Störungen der Selbstachtung aus? Und
- Wie kann man gestörte Selbstachtung zurück erlangen?

- Innere und äußere Grenzen. Was sind natürliche, gesunde Grenzen?
- Wie wirken sich gestörte Grenzen der Eltern auf das Kind aus?
- Wie kann man gesunde Grenzen wieder erlangen?

S. 109 “Unangemessene Erziehung schadet auf viele Weisen. Sie beeinträchtigt den Körper und macht ihn krank… verzerrt das Denken, beeinträchtigt das spirituelle Leben und hat bizarres oder von Irrtümern geprägtes Verhalten zu Folge…”

Am Ende des gleichen Kapitels, das von den emotionalen Schäden handelt, wird das Phänomen der übertragenen Gefühle wie folgt zusammengefasst: S. 116 “ Man kann den Unterschied zwischen übertragenen Gefühlen und eigenen, gesunden feststellen, denn übertragene Gefühle sind überwältigend (in negativem Sinne), während die eigenen zwar intensiv sein können, aber nicht überwältigen(d). Wenn wir übertragene Wut empfinden, toben wir, bei übertragener Angst erleben wir Panik oder Paranoia, bei übertragenen oder Sekundärschmerz fallen wir in Hoffnungslosigkeit, tiefe Depression und vielleicht Selbstmordgedanken. Übertragene Scham sagt uns, wie sind wertlos.
Stoffgebundene Abhängige sterben an ihren Substanzen, wenn niemand eingreift. Co-Abhängige sterben an Selbstmord, “Unfällen”, körperlicher Selbstvernachlässigung oder an der schrecklichen Erfahrung, niemals ein eigenes Leben zu leben, was eine Art lebendiger Tod ist. Depressive Co-Abhängige kümmern sich nicht um sich selbst, wenn sie körperlich krank werden oder sind “achtlos” und haben vielleicht fatale Unfälle.”

An vielen Stellen des Buches werden solche komplexen Zusammenhänge tabellarisch veranschaulicht. Auch der Mechanismus der sich selbst über Generationen reproduzierenden Probleme wird anschaulich aufgezeigt und Hilfen für ein STOP dieses Ablaufs gegeben.

Wenn ich selbst solche lehr- und hilfreichen Bücher lese, habe ich immer ein leeres A4-Blatt, Stift und Marker zur Hand. Das hilft mir auch für diese Artikel. Am stärksten Markiert habe ich bei diesem Buch auf den Seiten 18 + 19, 34 + 35, 78, 113 + 114, 116, 120, 124 + 125, 137, 220, wovon ich aus den letzten beiden Seiten wie folgt zitiere, um die Problematik der Opferhaltung und des notwendigen Aktivwerdens zu betonen:

S.137 “ Mit einer vorwurfsvollen Einstellung gerät man in einen Prozess  von Anschuldigung. Man glaubt, die Probleme aufgrund dessen zu haben, was jemand einem antat und damit hat es sich. Es wäre, als sagten Sie: `Ich bin aufgrund dessen, was du mir angetan hast, wie ich bin, daher bin ich hilflos und abkann mich nicht ändern. Alles ist deine Schuld. Ich konzentriere mich nur darauf, was du getan hast und werden diesen Standpunkt nicht aufgeben.´ Schuldzuweisungen fesseln Sie an die Person, die Sie misshandelten, und macht Sie abhängig von einer möglichen Änderung dieser Person, damit Sie geheilt werden. Das gibt alle Macht dem Aggressor und macht Sie das Opfer, hilflos und nimmt Ihnen die Fähigkeit, sich zu schützen oder zu ändern. Schuldzuweisungen halten Sie in der Krankheit befangen und verschlimmern sie vermutlich.”

S. 220 “Um gesund zu werden muss man Co-Abhängigkeit in seinem Leben erkennen und etwas gegen die eigenen Co-Abhängigkeits-Dämonen unternehmen … Man muss selbst lernen, sich selbst zu helfen.” S. 137 Verantwortlichkeit gibt Ihnen die Macht, sich zu heilen und Instrumente zur Bewältigung des Lebens zu entwickeln, ob sich der Aggressor nun ändert oder nicht.”

Dieses Buch handelt über die Entstehung und Auswirkung von Co-Abhängigkeit. Das Thema wird umfassend behandelt. In der Folge schrieb Pia Mellody “Wege aus der Co-Abhängigkeit – ein Selbsthilfebuch”, wo es um den Erwerb neuer Verhaltensweisen geht, um letztlich zu einem eigenen, autonomen und kompetenten Leben zu finden. Die “Wege…” behandeln wir hier im nächsten Artikel in ca. 14 Tagen. Bis dahin haben wir auch eine Liste mit Stellen fertig, an die Sie sich wenden können, wenn Sie externe Hilfe suchen. Karl Hinkel, Köln

(Anschließend finden Sie hier noch einen Link zu einem 20-seitigen Script, wo Dr. Brünesholz und Dr. Hörter vom Helmholtz-Institut in München anlässlich eines Kongresses über Co-Abhängigkeit das Thema behandeln. – einfach auf die folgende Zeile klicken, um die pdf-Datei aufzurufen) Auch den Amazon-Link habe ich wieder angefügt. Wollen Sie das Buch erwerben, klicken Sie einfach auf das untere Bild des Buches.

Coabhängigkeit als Krankheit von Dr. Brünesholz und Dr. Hörter

Wenn Sie Freunde kennen, die sich für diesen Artikel interessieren werden, klicken Sie einfach auf den Tell-a-Friend-Button und geben die Email-Adressen ein, dann werden automatisch Ihre Empfehlungen verschickt. Danke!
Tell a Friend

From MagischeMinerale.de, post Verstrickt in die Probleme anderer

Post Footer automatically generated by wp-posturl plugin for wordpress.

Weiter empfehlen / Bookmarken: These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • MisterWong
  • Facebook
  • Y!GG
  • Webnews
  • Wikio DE
  • Oneview
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • seekXL
  • Linkarena
  • Reddit

Post to Twitter http://twitter.com

4 Kommentare

Jan 25 2010

Profile Image of karlhinkel
karlhinkel

Die Sucht, gebraucht zu werden

Abgelegt unter Co-Abhängigkeit

Die Sucht, gebraucht zu werden

SuchtArt

1990 ist die deutsche Ausgabe datiert, also 20 Jahre alt. Den Titel habe ich hier übernommen. Das Thema ist aktuell wie nie, wird es immer bleiben. Co-Abhängigkeit ist der Name der Rubrik, in welcher ich auf diesem Blog das Thema durcharbeite. Es geht um die Co-Abhängigen. Das sind alle Menschen, die in irgendeiner Weise von Abhängigen, Süchtigen, abhängig sind, also Co-Abhängig.

Die Zusammenhänge sind ganz besonders komplex. Daher habe ich mir einen Plan gemacht, wie ich hier vorgehe. Zu Beginn werde ich drei Buchbesprechungen schreiben. Das sind Bücher von 2 Autorinnen, die sich sehr mit dem Thema Coabhängigkeit beschäftigt haben. Beide waren Betroffene, ich auch. Alle waren betroffen in beiden oder mehreren Rollen, als Abhängige, Co-Abhängige, Drittpartei, Therapeut u.a.m. An die Buchbesprechungen schließe ich meine eigene Geschichte an, auch aus der Sicht des Betroffenen, der mehrere Rollen kennt.

Die Namen der beiden Autorinnen haben die melodischen Namen Melody Beattie und Pia Mellody. Selbst habe ich den Begriff Co-Abhängigkeit zum ersten Male im Psychologie- und Soziologie-Unterricht an der Fachoberschule für Sozialpädagogik in Siegen gehört. Das war 1974. Und damals war mir überhaupt noch nicht klar, welche Auswirkungen Abhängigkeiten und Co-Abhängigkeiten im Leben haben. Das gilt für Beruf und Privatleben, für Erfolg und Misserfolg, Gesundheit und Krankheit.

Als bei uns damals in der Schule diese Thematik behandelt wurde, konnte mir überhaupt noch nicht klar sein, dass mich das selbst noch über Jahrzehnte betreffen würde. “Gefahr erkannt, Gefahr gebannt”, trifft hier wirklich nicht zu. Meinen Hausarzt hat das nie interessiert. In der Presse habe ich darüber auch nichts gehört. Bei meiner Tätigkeit im Technikbereich war das auch kein Thema. Vielmehr pflegte man die Süchte und den Stress. Und es ist überall das Gleiche. Im Privatleben und im Dienst.

Will man sich selbst befreien, dann sind gewaltige Anstrengungen notwendig. Meistens geht es nicht ohne fremde Hilfe. Denn zu groß ist die “Sucht gebraucht zu werden”. Und das ist auch der deutsche Titel des Buches, das ich gleich vorstelle. (Der amerikanische Originaltitel von 1987 lautete: “Codependent” von der Hazelden Foundation.) Ermutigt hat mich das Script von zwei Ärzten eines Münchener Instituts aus jüngerer Zeit, wo das Thema “Co-Abhängigkeit als Krankheit” ausführlich erläutert ist und diese Krankheit näher beschrieben wird. Viele Millionen Menschen in Deutschland werden sich dort wieder erkennen.

Natürlich biete ich Ihnen auch dieses Script sowie weiterführende Links und Hilfen an. Bekannt ist, dass höchstens 15 Prozent der Betroffenen überhaupt fremde Hilfe ersuchen. Und bei unserer speziellen Krankheit der Co-Abhängigkeit sind es noch viel weniger. Das Hilfsangebot ist auch sehr begrenzt. Es wird erst besser, wenn die Nachfrage steigt, wenn Sie und ich und alle anderen Unterstützung anfordern.

“Die Sucht gebraucht zu werden” ist also unser erstes Buch zum Thema. Und es geht um eine starke Sucht. Im vergangenen Jahr habe ich mich mit Nikotinsucht befasst und ein kleines Ebook dazu geschrieben. Darin waren Themen wie Nikotinsucht, Schmerzgedächtnis, Schmerzsucht (mehr vom Schlechten…) und viele andere Dinge, die mit Sucht zu tun haben, wichtig. “Die Sucht gebraucht zu werden” ist ebenso eine sehr starke Sucht. Und es gibt die gleichen Dinge dabei. Es gibt eine starke Wiederholungssucht, ein Schmerzgedächtnis, Schmerzsucht und Entzugserscheinungen bei einer Entwöhnung. Und diese können sehr heftig sei.

Jetzt aber mal von vorne: Womit befasst sich die engagierte Autorin Melody Beattie?
Es ist eine gründliche Aufarbeitung der Problematik durch eine Betroffene. Und Betroffenheit ändert bekanntlich alles. Nicht-Betroffene können leicht beschwichtigende und abweisende Bemerkungen machen, abwiegeln und davonlaufen. Sie sind ja eben nicht betroffen. Nicht-Betroffene, ich kann Ihnen versichern, es gibt ganz wenige nur, werden oft beneidet. Das mit Recht. Denn Co-Abhängigkeit als Krankheit ist eine schwere Geschichte. Und man kann sie ebenfalls als Sucht bezeichnen. Denn es ist die Sucht, gebraucht zu werden, die den leidenden Co-Abhängigen beim Partner, in seiner Situation festhält.

Und Wiederholungen sind meistens auch noch vorprogrammiert. Erfolgte gerade die Trennung vom alkoholabhängigen Partner, sucht sich die unglückliche Frau oft wieder solch einen Kandidaten. Das Spiel beginnt von neuem. Melody Beattie´s Buch zeigt einmal den immensen Umfang der lange währenden Krise der Betroffenen auf, aber dann geht es um Lösungswege. Einfach sind die nicht. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es Hausaufgaben. Am Ende des Buches ist dem Leser sein Problem klar. “Problem erkannt, Problem gebannt?”, keineswegs.

Zu einer echten Problemlösung gehört viel mehr, als ein Buch zu lesen. Schon zu Beginn der Befreiung gibt es Entzugserscheinungen. Davon kann ich ein Liedchen singen. Erklären wir das Jahr 2010 zu einem Jahr der Befreiung. Die Sucht, gebraucht zu werden ist eine sehr starke. Denn mit jedem Dienen und vermeintlichen Helfen wird ja das Belohnungssystem bedient. Wie bei einem Süchtigen auch. Und das alles sitzt dann tief.

“No way out!” ? No. Nein, es gibt wirklich einen Weg hinaus. Hinein in die Co-Abhängigkeit gerät man ja quasi von selbst, ungefragt, meistens wehrlos, hilflos. Dann verselbständigt sich die Sache. “Co-Abhängige leiden im Schatten des Kranken. Doch durch das Wesen des Alkoholismus und andere Suchtkrankheiten bedingt, werden alle, auf die die Krankheit einwirkt zu Opfern – zu Menschen, die Hilfe brauchen, selbst wenn sie nicht trinken, Drogen nehmen, spielen, zuviel essen oder zwanghaft handeln.”, so das Buch.
Hinein geht’s meistens schnell, herauszukommen ist dann mühsamer. Aber die Autorin gibt nicht nur am eines jeden der 20 Kapitel sinnvolle Hausaufgaben auf, die Schrittweise zu immer mehr Begreiung führen, zum Schluss gibt es auch ein erprobtes 12-Punkte-Programm.

Das Buch empfehle ich allen, die beginnen wollen, sich zu befreien. Es ist leicht geschrieben, obwohl die Zusammenhänge kompliziert sind. Es handelt sich um ein preiswertes Paperback, aber manchmal sind Bücher wie Gold, denn der Wert steckt ja immer im Inhalt. Viel Spass beim Studieren und viel Erfolg bei Ihrer persönlichen Befreiung. Ein kleiner Hinweis noch: Auf den Seiten 108 bis 110 wird das Karpmann-Dreieck erläutert (betrifft den steten Wechsel von Helfen und Retten, Erwartung auf Dank und Änderung sowie Verzweiflung, Wut und Resignation im dritten Winkel – dann wieder hin zum ersten…) was für alle Co-Abhängigen der Standardtanz ist. Immer im Dreieck. Jeder Betroffene wird das Verstehen. Dies Büchlein ist der Anfang vom Weg hinaus aus diesen Zwängen.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Tell a Friend

From MagischeMinerale.de, post Die Sucht, gebraucht zu werden

Post Footer automatically generated by wp-posturl plugin for wordpress.

Weiter empfehlen / Bookmarken: These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • MisterWong
  • Facebook
  • Y!GG
  • Webnews
  • Wikio DE
  • Oneview
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • seekXL
  • Linkarena
  • Reddit

Post to Twitter http://twitter.com

4 Kommentare

Dez 26 2009

Profile Image of karlhinkel
karlhinkel

Why Worry?

Abgelegt unter Co-Abhängigkeit

Mark Knopfler “Why Worry” (diese Zeile = deutscher Text)

Verletzungen und Co-Abhängigkeit als Krankheit

Oder was hat Heinrich Biber mit Mark Knopfler zu tun?

Mark Knopfler muss die Mystischen Sonaten von Heinrich Ignaz Franz von Biber, dem größten Violinvirtuosen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, gekannt haben. Auf jeden Fall hat Knopflers Refrain im Song “Why worry” das gleiche intensive Thema wie Bibers letzter Satz der 12. Sonate aus den so genannten Rosenkranzsonaten. Dieser Zyklus von jeweils fünf freudvollen, sorgenvollen und glorreichen Sonaten, also insgesamt 15 Violinsonaten, hat sehr viel mit Verletzungen, unser Thema, zu tun. Es ist eine Programmusik, die die Stationen des Kreuzweges beschreibt.

Heinrich Biber hat seine grandiosen Violinsonaten vor rund 330 Jahren geschrieben und selber ganz sicher hervorragend gespielt. Mark Knopfler hat seinen Song Why worry Anfang der 1980er Jahre geschrieben und trägt ihn auch hervorragend vor. Es geht um das ewige Thema Verletztheit. Es gibt sicher keinen Menschen, der noch nie verletzt wurde. Hier ein Auszug:

Ich habe Andrew Manze´s Interpretation eines Satzes ausgewählt, weil gerade dieser Satz hier so einzigartig interpretiert ist. Aber in dieser Rubrik werde ich Ihnen die gesamten Mystischen Sonaten von Heinrich Biber parallel zu unserem Thema ” Co-Abhängigkeit als Krankheit” vorstellen. Unten finden Sie noch den Link zu einem Booklet der Version von Walter Reiter, es gibt auch noch ein Referat zu den Biber-Sonaten, das ich letzten Sommer für meine älteste Schwester zum Geburtstag geschrieben habe. Nach Überarbeitung erhalten Sie auch dies als Download hier. Jetzt zum eigentlichen Thema:

Mir geht es hier um eine sehr verschlungene Angelegenheit. Den Begriff Co-Abhängigkeit hat wohl jeder schon mal gehört. Aber in der Form, wie das die Überschrift sagt: “Co-Abhängigkeit als Krankheit”, kannten wir das noch nicht. Aber darum geht es mir heute. Unter dem nachfolgenden Link finden Sie ein 20-seitiges Script zu genau diesem Thema. Es gibt ganz sicher Co-Abhängige von Verletzern, die nicht leiden. Dabei spielt das Suchtmittel, von dem die Abhängigen abhängig sind, nicht die große Rolle. Es geht um das, was sie tun oder sagen, was alles im Rahmen ihrer Verteidigung der Sucht geschieht. Verletzungen.

Ganz von selbst werden Sie in diesem Blog mit der Zeit immer mehr biographische Informationen zu mir finden. Das ergibt sich automatisch. Heute geht es mir viel mehr darum, Ihnen meine Entdeckung mitzuteilen. Vielleicht schreibe ich morgen noch eine Interpretation zu “Co-Abhängigkeit als Krankheit” von Dr. Brünesholz und Dr. Hörter. Im Moment geht es mir gar nicht so sehr um meine persönliche Geschichte – natürlich schreibe ich aus Betroffenheit – es geht mir darum, das Thema zu eröffnen. Später werde ich alles ganz ausführlich behandeln.

Ganz entscheidend ist, dass es Lösungen gibt. Die Verstrickung in “Co-Abhängigkeit als Krankheit” ist schlimm. Das erkennt man schon daran, dass man sich einerseits sehr stark verletzt fühlt, auf die Aussage Dritter “Dann geh´ doch weg, lass es doch einfach, pass auf dich auf!” mit Zorn reagiert und viel schlimmer noch mit dem Festhalten am Problem. Das Ganze läuft dann meist nach dem Motto “Mehr vom Schlechten”; denn man kennt es ja nicht anders.

Schließlich geht es mir darum, das verschlungene Thema “Co-Abhängigkeit als Krankheit aufzudröseln und zumindest Ansätze für eine Lösung aufzuzeigen. Bisher sehe ich Licht am Ende eines jahrzehntelangen Tunnels: Vier Säulen können zur Befreiung immens beitragen, vorausgesetzt natürlich, dass man auch zur Verstärkung des Selbstschutzes bereit ist, der auch – zumindest vorläufige – Distanz oder gar Trennungen voraussetzt. Zur Befreiung können also mithelfen:
1. Sport, 2. Meditation, 3. Kunst und Kultur, 4. Eine gute Selbsthilfegruppe

Hier erst einmal der Link zu einem 20-Seiten-Vortrag von Dr. Brünesholz und Dr. Hörter vom Helmholtz-Zentrum, München. Dieser Artikel zeigt in hervorragender Weise dir Problematik des Themas auf. Und ich möchte hier den Autoren herzlich und aufrichtig für die Bereitstellung (public domain) danken. Hier erst einmal der Download:  http://bit.ly/5Eownc

Den Artikel können Sie natürlich abspeichern, ausdrucken, fast jeder wird Stellen finden, die auf ihn selbst zutreffen. Neben vielen anderen inspirierenden Quellen hat dieses Script mir persönlich ganz besondere Impulse gegeben. Daraufhin bearbeite ich das Thema Co-Abhängigkeit in dem hier verstandenen Sinne in einem (anonymen) Forum Betroffener. Die Ergebnisse werden Sie hier veröffentlicht finden. Vielen mag allein der Artikel der Beiden Doktoren schon reichen. Sehr interessant sind auch die Literaturhinweise auf der letzten Seite.  “Verstrickung in die Probleme anderer” ist ein generelles Problem. Und zwischen großer Empathie und Gleichgültigkeit gilt es die Balance zu finden, zu halten. Oft ist professionelle Hilfe notwendig. In diesem speziellen Themenbereich – und er ist wirklich sehr weitreichend – gibt es wenig. Deshalb ist ja das Engagement von Drs. Brünesholz und Hörter sehr schätzenswert. Für alle, die sich als Angehörige, Freunde, Bekannte von Konsumenten irgendwelcher Suchtmittel oder sog. Genussmittel (was das Gleiche ist) als Opfer sehen (was verständlich ist), gibt dieses Script über “Co-Abhängigkeit als Krankheit” eine neue Sicht und bestimmt vielen eine neue Perspektive. In dem Forum Betroffener las ich kürzlich: “Mein Therapeut sagte in der letzten Stunde: `Eigentlich haben Sie gar kein Problem, außer, dass Sie die alle geliebt haben – und das ist das Problem´ – in diesem Sinne haben alle hier im Forum kein Problem, außer dass sie zu denen gehören, die wahrhaft lieben.”

Sicher hat Ihnen die Gitarrenkunst zu Beginn gefallen. Deshalb möchte ich Ihnen noch zwei weitere Versionen bieten: zunächst das Original mit Mark und dann die Version von Nana Mouskouri, die Frau mit der kristallklaren Stimme, das stammt aus einem älteren niederländishen Songbook, das ich beim Erstellen dieses Artikels gerade höre. Da kann  ich Ihnen ganz zum Schluss nur den Utube-Link anbieten. Schön, dass wir dieses Songbook mit den beiden Silberscheiben haben.

Auf diese Zeile klicken, um den deutschen Text einzublenden.

Für alle, die gerne den deutschen Text drucken möchten, habe ich diesen auch hier übersetzt, als pdf-Download: http://bit.ly/8vjNms

Nun noch der Link zu der Version von Nana Mouskouri, deren Songbook ich immer noch höre: http://www.youtube.com/watch?v=FkC_i6NYOF0

Alles Gute für den restlichen Weihnachtstag. Meine besten Wünsche begleiten Sie für 2010. Karl Hinkel
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Tell a Friend

From MagischeMinerale.de, post Why Worry?

Post Footer automatically generated by wp-posturl plugin for wordpress.

Weiter empfehlen / Bookmarken: These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • MisterWong
  • Facebook
  • Y!GG
  • Webnews
  • Wikio DE
  • Oneview
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • seekXL
  • Linkarena
  • Reddit

Post to Twitter http://twitter.com

Keine Kommentare

Better Tag Cloud