Monatsarchiv für März 2011

Mrz 13 2011

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Bauingenieure in Schilda

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Bauingenieure in Schilda

Ist Schilda überall?

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Illustration von Zdenék Miler

gelesen von Karl Hinkel aus einer signierten Erstausgabe vom “Märchenonkel” von Eduard Petiska von 1959, Artia-Verlag, Prag

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Mrz 06 2011

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denken, basteln – Nichtwissen & Glück

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Wie sichert man eine Gerstenernte

Wie sichert man eine Gerstenernte?

“Erdgebunden” heißt ein Buch von Clif Sanderson. Und erdgebunden ist auch die Geschichte, welche er erzählt, um die Fragwürdigkeit unseres ständigen Denkens und Werkelns darzustellen, gegenüber den Lösungen, die der Kosmos oft für uns bereithält.

Eine Legende:

In einem Dorf geschah etwas Seltsames. Eigentlich nicht so setsam. Denn in Dörfern, die von der Landwirtschaft leben, geschieht ständig etwas. Mal legt der Sturm die Haferfelder flach, mal sind es die Raupen im Kartoffelstrauch. Hier geht es um die Gerste. War sie gerade gereift, wurde sie dahingerafft. Niemand wußte wieso. Niemand wußte Rat. Also wandte man sich an den weisen Fedor. Der wußte auch nicht weiter.

Doch Fedors ältester Sohn war gerade von der Universität aus der Stadt heimgekehrt. Der sollte sich des Problems annehmen. Eifrig stellte er Wahrscheinlichkeits-Berechnungen und weitere Forschungen an. Er grübelte die ganze Nacht lang. Doch noch vor dem Morgengrauen war er eingeschlafen. Der Erfolg blieb aus. Die Gerste war futsch.

Der zweite Sohn war ein Praktiker. Er kannte sich mit Maschinen und dem Handwerk aus. Er fabrizierte eine komplizierte Maschine. Die sollte es richten. Doch auch dadurch konnte kein Erfolg erzielt werden. Brumm, brumm, töff, töff, die Maschine versagte ihren Dienst. Zum Haareraufen war das alles.

Der Dritte, der Jüngste, das war ein Träumer und Tunichtgut. Im Dorfe nannte man ihn einen Tölpel. Der nahm sich nun das Problem richtig zu Herzen und zog mit seiner Flöte zum Waldrand. Dort saß er so oft bis zum Sonnenuntergang und spielte Flöte. So tat er auch dieses Mal. Er wählte sich eine freundliche Birke und packte sein Instrument aus.

Das klang dann so:

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Er spielte diese schöne Weise, bis der Vollmond am Himmelstand. Im gleisenden Mondlicht erschien ein goldenes Pferd. Es schüttelte seine Lametta-Mähne. Schnaubend zur Musik stampfte es mit den schwarzen Hufen auf dem Getreidefeld. Es gab keine Worte. Da war lediglich das Einvernehmen zwischen Herz, Fötenweise und Pferd.

Das goldene Pferd tanzte auf seinen Hinterhufen, bis es über den Wipfeln der Bäume davonflog. Eine entspannende Nacht legte sich über Waldrand und Acker. Die Ernte konnte für den Winter eingefahren werden in die Schuppen des Dorfes. Dort nannte man weiterhin unseren Flötisten einfältig. Und er erntete das mitleidig bizarre Lächeln der Bauern wie zuvor. -,-,-,-,-,-

Sanderson kommentiert in einem anderen Buch diese Geschichte wie folgt: “Wir vergessen so leicht, dass es oft der Einfaltspinsel ist, der das Problem löst, weil er weiß, das wir nicht wissen können. Mühelos, mit einem Lächeln und etwas Musik wird die schwere Last von uns genommen, `normal´ zu sein. Ha!”

———————————-

Persönlich glaube ich, auch wo oder gerade weil ich in Technik und Naturwissenschaft seit über 40 Jahren unterwegs bin, dass es immer schwieriger wird, Zugang zu dem zu finden, was hier gemeint ist. Kaum einer sitzt noch am Waldrand, schon gar nicht mit Flöte. Menschen rennen ja mit iPhone in Stadtzentren. Aber auch dann ist der unermeßliche Schatz immer da, von dem hier gesprochen wird. Nur muss man eben seine Aufmerksamkeit dorthin richten. Oder zunächst von anderem weg.

Bildquelle: Zdenék Miler, 1959; Musikquelle: Bach-Edition von Brilliant Classics, Sonate für Soloflöte BWV 1013/4, Bourrée anglaise, Sephen Preston, Traversflöte – mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

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