Monatsarchiv für Januar 2010

Jan 31 2010

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karlhinkel

Magisch mystische Violine – Teil 1

Abgelegt unter Unterhaltung

Heute stelle ich Ihnen mit großer Freude mein Lieblingswerk in der CD-Sammlung vor:

Es gab Zeiten, da habe ich diese grandiose Musik fast täglich gehört. Und ich bin froh, dass ich mehrere Einspielungen davon habe. Es handelt sich hier um fünfzehn Violinsonaten, eine Programmusik von Heinrich Biber, ein Komponist und berühmter Violinvirtuose (1644 – 1704) aus Böhmen, der ab seinem 16. Lebensjahr in Salzburg gearbeitet hat.

Viele großartige Werke hat Heinrich Biber komponiert. Leider gibt es kaum Literatur dazu. Deshalb stelle ich hier eines seiner Werke näher vor. Die Musikbeispiele habe ich bewusst nicht näher kommentiert, weil Sie zu Beginn das übersetzte Booklet dieser Einspielung aufrufen und ausdrucken können.

Um den Umfang etwas zu begrenzen, habe ich nicht alle Sonatensätze auf dieser Seite platziert. Aber Sie erhalten einen sehr guten Einblick. Zusätzlich gibt es ein umfangreiches Referat zu den Sonaten, das ich später hier noch anfüge, wenn es fertig überarbeitet ist. (ca. 24.02.10) In dieses Script möchte ich noch ein Werkverzeichnis von Heinrich Biber eintragen und weitere Inhalte.

Hier befassen wir uns mit der Einspielung von Walter Reiter mit dem Ensemble Cordaria von 1999, weil ich dazu die Genehmigung des Verlages, Brilliant Classic, freundlicher Weise erhalten habe. Auch die Übersetzung der Texte ist autorisiert.  (schriftliche Zusage liegt vor)

Fangen wir einfach an. (Ich hoffe, dass die Technik überall klappt. Es sollte für jedes Musikbeispiel ein Audio-Player eingebaut sein, den Sie nur anschalten brauchen. Manchmal dauert es einige Sekunden, bis die Musik startet.)

Viel Spass wünsche ich Ihnen:

Sonate 1, 1. Satz, Praeludium

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Sonate 1, 2. Satz, Variatio

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Sonate 1, 3. Satz, ohne Titel {Biber hatte dem Werk selbt auch keinen Titel gegeben, woher die Bezeichnungen Mysterien-Sonaten und Rosenkranzsonaten kommen, geht aus dem Begleittext (siehe unten) hervor.}

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Sonate 2, 2. Satz, Allaman:

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Sonate 2, 3. Satz, Presto:

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Sonate 3, 1. Satz, ohne Titel:

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Sonate 3, 2. Satz, Courente:

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Sonate 5, 1. Satz, Praeludium:

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Sonate 5, 3. Satz, Gigue:

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Sonate 5, 4. Satz, Saraban:

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Sonate 8, ohne Titel: (die Dornenkrone)

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Zum  zweiten Teil, den ich persönlich noch spannender finde, gelangen Sie, wenn Sie auf genau diese Zeile klicken.

Hier wie versprochen die Übersetzung des Booklet in einer pdf-Datei: (einfach die Zeile anklicken)

BOOKLET zu Mystery Sonatas – Rosenkranzsonaten , Walter Reiter, Ensemble Cordaria
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Jan 29 2010

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Die wilden Kerle

Abgelegt unter Unterhaltung

Nachfolgend der gesamte Kinofilm “Die wilden Kerle” in 10 Teilen von jeweils ca. 10 Minuten.

Gute Unterhaltung. Wir können in Deutschland doch auch Filme machen. Oder? Teil 1 :


Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

Teil 5:

Teil 6:

Teil 7:

Teil 8:

Teil 9 und Ende:

Hoffe, Euch hat es gefallen. In dieser Rubrik werden wir regelmäßig solche Projekte posten. Hier gibt es die DVDs:

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Jan 25 2010

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Die Sucht, gebraucht zu werden

Abgelegt unter Co-Abhängigkeit

Die Sucht, gebraucht zu werden

SuchtArt

1990 ist die deutsche Ausgabe datiert, also 20 Jahre alt. Den Titel habe ich hier übernommen. Das Thema ist aktuell wie nie, wird es immer bleiben. Co-Abhängigkeit ist der Name der Rubrik, in welcher ich auf diesem Blog das Thema durcharbeite. Es geht um die Co-Abhängigen. Das sind alle Menschen, die in irgendeiner Weise von Abhängigen, Süchtigen, abhängig sind, also Co-Abhängig.

Die Zusammenhänge sind ganz besonders komplex. Daher habe ich mir einen Plan gemacht, wie ich hier vorgehe. Zu Beginn werde ich drei Buchbesprechungen schreiben. Das sind Bücher von 2 Autorinnen, die sich sehr mit dem Thema Coabhängigkeit beschäftigt haben. Beide waren Betroffene, ich auch. Alle waren betroffen in beiden oder mehreren Rollen, als Abhängige, Co-Abhängige, Drittpartei, Therapeut u.a.m. An die Buchbesprechungen schließe ich meine eigene Geschichte an, auch aus der Sicht des Betroffenen, der mehrere Rollen kennt.

Die Namen der beiden Autorinnen haben die melodischen Namen Melody Beattie und Pia Mellody. Selbst habe ich den Begriff Co-Abhängigkeit zum ersten Male im Psychologie- und Soziologie-Unterricht an der Fachoberschule für Sozialpädagogik in Siegen gehört. Das war 1974. Und damals war mir überhaupt noch nicht klar, welche Auswirkungen Abhängigkeiten und Co-Abhängigkeiten im Leben haben. Das gilt für Beruf und Privatleben, für Erfolg und Misserfolg, Gesundheit und Krankheit.

Als bei uns damals in der Schule diese Thematik behandelt wurde, konnte mir überhaupt noch nicht klar sein, dass mich das selbst noch über Jahrzehnte betreffen würde. “Gefahr erkannt, Gefahr gebannt”, trifft hier wirklich nicht zu. Meinen Hausarzt hat das nie interessiert. In der Presse habe ich darüber auch nichts gehört. Bei meiner Tätigkeit im Technikbereich war das auch kein Thema. Vielmehr pflegte man die Süchte und den Stress. Und es ist überall das Gleiche. Im Privatleben und im Dienst.

Will man sich selbst befreien, dann sind gewaltige Anstrengungen notwendig. Meistens geht es nicht ohne fremde Hilfe. Denn zu groß ist die “Sucht gebraucht zu werden”. Und das ist auch der deutsche Titel des Buches, das ich gleich vorstelle. (Der amerikanische Originaltitel von 1987 lautete: “Codependent” von der Hazelden Foundation.) Ermutigt hat mich das Script von zwei Ärzten eines Münchener Instituts aus jüngerer Zeit, wo das Thema “Co-Abhängigkeit als Krankheit” ausführlich erläutert ist und diese Krankheit näher beschrieben wird. Viele Millionen Menschen in Deutschland werden sich dort wieder erkennen.

Natürlich biete ich Ihnen auch dieses Script sowie weiterführende Links und Hilfen an. Bekannt ist, dass höchstens 15 Prozent der Betroffenen überhaupt fremde Hilfe ersuchen. Und bei unserer speziellen Krankheit der Co-Abhängigkeit sind es noch viel weniger. Das Hilfsangebot ist auch sehr begrenzt. Es wird erst besser, wenn die Nachfrage steigt, wenn Sie und ich und alle anderen Unterstützung anfordern.

“Die Sucht gebraucht zu werden” ist also unser erstes Buch zum Thema. Und es geht um eine starke Sucht. Im vergangenen Jahr habe ich mich mit Nikotinsucht befasst und ein kleines Ebook dazu geschrieben. Darin waren Themen wie Nikotinsucht, Schmerzgedächtnis, Schmerzsucht (mehr vom Schlechten…) und viele andere Dinge, die mit Sucht zu tun haben, wichtig. “Die Sucht gebraucht zu werden” ist ebenso eine sehr starke Sucht. Und es gibt die gleichen Dinge dabei. Es gibt eine starke Wiederholungssucht, ein Schmerzgedächtnis, Schmerzsucht und Entzugserscheinungen bei einer Entwöhnung. Und diese können sehr heftig sei.

Jetzt aber mal von vorne: Womit befasst sich die engagierte Autorin Melody Beattie?
Es ist eine gründliche Aufarbeitung der Problematik durch eine Betroffene. Und Betroffenheit ändert bekanntlich alles. Nicht-Betroffene können leicht beschwichtigende und abweisende Bemerkungen machen, abwiegeln und davonlaufen. Sie sind ja eben nicht betroffen. Nicht-Betroffene, ich kann Ihnen versichern, es gibt ganz wenige nur, werden oft beneidet. Das mit Recht. Denn Co-Abhängigkeit als Krankheit ist eine schwere Geschichte. Und man kann sie ebenfalls als Sucht bezeichnen. Denn es ist die Sucht, gebraucht zu werden, die den leidenden Co-Abhängigen beim Partner, in seiner Situation festhält.

Und Wiederholungen sind meistens auch noch vorprogrammiert. Erfolgte gerade die Trennung vom alkoholabhängigen Partner, sucht sich die unglückliche Frau oft wieder solch einen Kandidaten. Das Spiel beginnt von neuem. Melody Beattie´s Buch zeigt einmal den immensen Umfang der lange währenden Krise der Betroffenen auf, aber dann geht es um Lösungswege. Einfach sind die nicht. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es Hausaufgaben. Am Ende des Buches ist dem Leser sein Problem klar. “Problem erkannt, Problem gebannt?”, keineswegs.

Zu einer echten Problemlösung gehört viel mehr, als ein Buch zu lesen. Schon zu Beginn der Befreiung gibt es Entzugserscheinungen. Davon kann ich ein Liedchen singen. Erklären wir das Jahr 2010 zu einem Jahr der Befreiung. Die Sucht, gebraucht zu werden ist eine sehr starke. Denn mit jedem Dienen und vermeintlichen Helfen wird ja das Belohnungssystem bedient. Wie bei einem Süchtigen auch. Und das alles sitzt dann tief.

“No way out!” ? No. Nein, es gibt wirklich einen Weg hinaus. Hinein in die Co-Abhängigkeit gerät man ja quasi von selbst, ungefragt, meistens wehrlos, hilflos. Dann verselbständigt sich die Sache. “Co-Abhängige leiden im Schatten des Kranken. Doch durch das Wesen des Alkoholismus und andere Suchtkrankheiten bedingt, werden alle, auf die die Krankheit einwirkt zu Opfern – zu Menschen, die Hilfe brauchen, selbst wenn sie nicht trinken, Drogen nehmen, spielen, zuviel essen oder zwanghaft handeln.”, so das Buch.
Hinein geht’s meistens schnell, herauszukommen ist dann mühsamer. Aber die Autorin gibt nicht nur am eines jeden der 20 Kapitel sinnvolle Hausaufgaben auf, die Schrittweise zu immer mehr Begreiung führen, zum Schluss gibt es auch ein erprobtes 12-Punkte-Programm.

Das Buch empfehle ich allen, die beginnen wollen, sich zu befreien. Es ist leicht geschrieben, obwohl die Zusammenhänge kompliziert sind. Es handelt sich um ein preiswertes Paperback, aber manchmal sind Bücher wie Gold, denn der Wert steckt ja immer im Inhalt. Viel Spass beim Studieren und viel Erfolg bei Ihrer persönlichen Befreiung. Ein kleiner Hinweis noch: Auf den Seiten 108 bis 110 wird das Karpmann-Dreieck erläutert (betrifft den steten Wechsel von Helfen und Retten, Erwartung auf Dank und Änderung sowie Verzweiflung, Wut und Resignation im dritten Winkel – dann wieder hin zum ersten…) was für alle Co-Abhängigen der Standardtanz ist. Immer im Dreieck. Jeder Betroffene wird das Verstehen. Dies Büchlein ist der Anfang vom Weg hinaus aus diesen Zwängen.

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